Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche hat sich seit dem Beginn der 90er Jahre etabliert und entwickelt sich seit dem aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnis ständig weiter. Es werden immer mehr störungsspezifische Konzepte entwickelt, bei denen verschiedene behandlungswirksame Methoden eingesetzt werden (multimodaler Ansatz). Da Störungen nur selten isoliert bei einem Kind entstehen, werden in die Behandlung, wenn erforderlich, die Angehörigen und wichtigen Personen im Umfeld mit einbezogen (Eltern, Erzieher, Lehrer, etc.).
Die Behandlung:
Zunächst wird die Problemsituation durch den Therapeuten/die Therapeutin erhoben und eine fundierte Diagnostik durchgeführt. Hierfür kooperieren Therapeuten mit allen relevanten Stellen (Krankenhäusern, niedergelassene Ärzte, Erziehungsberatungsstellen, Kinder- und Jugend-Psychiatern). Anschließend wird mit den Erziehungsberechtigten eine Behandlungsstrategie entwickelt, bzw diesen vorgeschlagen. Im Rahmen der Kinder- und Jugendtherapie ist auch immer eine Mitbehandlung der Eltern möglich, wobei dies in einem anteiligen Stundenkontingent von der Krankenkasse finanziert wird. Insbesondere im Kinder- und Jugendbereich müssen die anzuwendenden Verfahren dem jeweiligen Entwicklungsstand angepaßt sein. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Ressourcen (Stärken) der Kinder und deren Umfeld, die zur Behandlung genutzt werden.
Die Entwicklung der Behandlung wird regelmäßig durch Gespräche mit den relevanten Personen überprüft. Bei medikamentöser Behandlung wird mit den behandelnden Ärzten kooperiert, um einen möglichst weitreichenden Behandlungserfolg sicher zu stellen.
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